• Teambild_2022

Warum Sie hier gerade unterschiedliche Formulierungen finden

Hinweise zum Gendern bei den Bürgerwerken

Sie werden in den nächsten Monaten auf unserer Website und in Dokumenten der Bürgerwerke unterschiedliche Formulierungen entdecken, mit und ohne Genderzeichen.

Das liegt daran, dass wir nach und nach unsere Website und unsere Kommunikation überarbeiten. 

In Zukunft einheitlich mit Doppelpunkt

Im Team haben wir diskutiert, wie wir zukünftig nach außen kommunizieren wollen. Wir haben persönliche Erfahrungen genauso einfließen lassen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse. Mit dem Binnen-I haben wir bisher versucht, sowohl Frauen als auch Männer einzubeziehen ohne Texte zu lang werden zu lassen. Was wir zukünftig wollen: auch die Menschen einbeziehen, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnen.

Deshalb bemühen wir uns, geschlechtergerecht zu formulieren und werden in Zukunft mit Doppelpunkt gendern. Denn wir sind überzeugt, dass die Energiewende nur dann gelingt, wenn alle Menschen teilhaben können. Das soll sich auch in unserer Sprache widerspiegeln.

Natürlich wissen wir, dass es durchaus gute Argumente nicht nur für, sondern auch gegen das Gendern gibt. Die Suche nach der besten Lösung für eine gendergerechte Sprache ist noch lange nicht vorbei. Aber Studien zeigen schon seit Jahren, dass unsere Sprache unser Denken verändert. Und wenn wir wollen, dass alle mitmachen bei der Energiewende von unten, dann müssen wir nicht nur alle Menschen irgendwie mitmeinen, sondern auch für alle Platz schaffen. Das fängt bei der Sprache an und ist Teil eines umfassenden Prozesses, in dem wir unsere eigenen Denkmuster reflektieren und am Ende dahin kommen, dass wir noch vielfältiger, diverser und bunter werden und von Perspektiven profitieren, die unsere Gemeinschaft bereichern.

Mehr Informationen

Einen Überblick der Forschungsergebnisse zur Repräsentation generisch maskuliner Personenbezeichnungen im Deutschen und eine Einordnung in einen theoretischen Rahmen bieten etwa Lisa Irmen und Ute Limmer.

Harald Lesch beschäftigt sich in dieser Folge von Leschs Kosmos mit dem Thema „Gendern – Wahn oder Wissenschaft?“ Hier finden Sie die angesprochenen Studien zum Nachlesen.