• Transparenz für Bürgerstrom-Kunden

Bürgerwerke im aktuellen Energiemarkt

Fragen und Antworten zu Bürgerstrom

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Informationen zur Strompreisbremse

Der Staat subventioniert den Strompreis 2023 so, dass Kund:innen mit einem Jahresverbrauch bis 30.000 kWh für 80 % ihres Stromverbrauchs nur brutto 40 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh) zahlen. Für darüber liegende Verbräuche gilt der normale Tarifpreis.

Für Kund:innen mit einem Jahresverbrauch über 30.000 kWh werden 70 % des bisherigen Stromverbrauchs zu einem garantierten Netto-Arbeitspreis von 13 Ct/kWh angeboten – Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen kommen hier noch hinzu. Für darüber liegende Verbräuche gilt ebenfalls der normale Tarifpreis.

Die Strompreisbremse reduziert die monatlichen Abschläge um einen festen Entlastungsbetrag. Alle Verbraucher:innen werden ab 01.01.2023 entlastet– die Entlastung für Januar und Februar wird aber erst im März-Abschlag rückwirkend berücksichtigt. Die konkreten Entlastungen sehen folgendermaßen aus:

  • Januar 2023: Der volle Abschlag wird abgebucht. (Der ab 01.01.2023 gültige Abschlag wurde Bestandskund:innen im November 2022 mitgeteilt. Neukund:innen können diesen in unserem Tarifrechner sehen.)
  • Februar 2023: Der volle Abschlag wird abgebucht. (Der ab 01.01.2023 gültige Abschlag wurde Bestandskund:innen im November 2022 mitgeteilt. Neukund:innen können diesen in unserem Tarifrechner sehen.)
  • März 2023: Der Abschlag wird so angepasst, dass Sie für 80 % Ihres Verbrauchs lediglich 40 Cent/kWh zahlen. Zusätzlich überweisen wir Ihnen Ihre Entlastungen für Januar und Februar, sodass Sie rückwirkend auch für diese Monate entlastet werden.
  • Ab April 2023: Sie zahlen einen reduzierten Abschlag, da Ihnen für 80 % Ihres Verbrauchs nur 40 Cent/kWh berechnet werden. Sie erhalten also eine monatliche Entlastung.

Die konkrete Energiemenge, die staatlich subventioniert wird, ergibt sich aus dem geschätzten Jahresverbrauch Ihres Zählers. Diesen Wert berechnet der örtliche Netzbetreiber und teilt ihn uns mit. Mehr dazu hier. Wir informieren alle Bürgerstrom-Kund:innen bis 1. März schriftlich darüber, welche Energiemenge subventioniert wird und welche Ersparnis sich daraus ergibt.

Sie können sich sicher sein, dass wir alle daraus entstehenden Kostensenkungen in voller Höhe an unsere Kund:innen weitergeben – so wie wir es beispielsweise bei der im Sommer 2022 weggefallenen EEG-Umlage getan haben. Bei der nächsten turnusgemäßen Abrechnung wird zudem wie immer Ihr genauer Verbrauch ermittelt – haben Sie Energie gespart, erhalten Sie Geld zurück!

Die Preisbremse gilt bis zum 31.12.2023, eine Verlängerung bis 30.04.2024 ist möglich. Weitere Informationen zu Strompreisbremse und Entlastungsmaßnahmen finden Sie hier auf der Seite der Bundesregierung.

Wenn Sie sich mit Möglichkeiten zum Energiesparen beschäftigen möchten, finden Sie hier Verweise zu Organisationen, die im Bereich Energieeinsparung Expertise haben. Denn die nachhaltigste und günstigste Kilowattstunde ist natürlich die, die nicht verbraucht wird. 

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Wie berechnet sich mein prognostizierter Jahresverbrauch? Kann ich ihn an meine Situation anpassen?

Im Rahmen der Strompreisbremse werden 80 % Ihres Jahresverbrauchs staatlich subventioniert: Für diese Energiemenge zahlen Sie nur 40 Cent brutto. Für Sie ist selbstverständlich wichtig, dass Ihr Energieversorger den korrekten Jahresverbrauch Ihres Zählers kennt, damit eine ausreichende Energiemenge entlastet wird.

Wir sind als Energieversorger verpflichtet, den von Ihrem örtlichen Netzbetreiber mitgeteilten Jahresverbrauch zur Berechnung Ihrer Ersparnis zu nutzen. Die Prognose Ihres Jahresverbrauchs erstellt Ihr Netzbetreiber und teilt uns diese mit. Als Grundlage nimmt er dazu bisher vorhandene Zählerdaten. Dabei werden sowohl die durch Zählerstände bekannten historischen Verbräuche, als auch weitere Faktoren wie der Zählerstandort berücksichtigt. So wird sichergestellt, dass auch beim Wechsel des Versorgers innerhalb des letzten Jahres oder bei einem Umzug eine passende Entlastung stattfindet.

Bei Rückfragen zu Ihrem prognostizierten Jahresverbrauch oder Änderungen Ihres Verbrauchs z.B. auf Grund des Einbaus einer Wärmepumpe, der Anschaffung eines E-Autos oder eines Umzugs wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Netzbetreiber vor Ort. Den Bürgerwerken liegen diese Daten aktuell nicht in aufbereiteter Form vor. Als Bürgerwerke-Kund:in erhalten Sie bis zum 01. März schriftliche Informationen zu Ihrer Strompreisbremse. In diesem Schreiben teilen wir Ihnen auch den beim Netzbetreiber für Ihren Zähler hinterlegten prognostizierten Jahresverbrauch mit, der zur Berechnung Ihrer subventionierten Energiemenge genutzt wird.

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Wie kommt der Bürgerstrom-Preis 2023 zustande?

Grundsatz unserer Tarifberechnung ist, dass wir Bürgerwerke-Kund:innen nur den Preis pro Kilowattstunde in Rechnung stellen, der auf Basis der real anfallenden Kosten erforderlich ist. Deshalb gilt auch unser Versprechen: Wenn unsere Beschaffungskosten (oder andere Kostenbestandteile) sinken, werden wir diese zeitnah an Sie und alle anderen Bürgerwerke-Kund:innen weitergeben.

Aufgrund der allgemeinen Marktsituation sind die Beschaffungskosten bei den Bürgerwerken – ebenso wie bei allen anderen Energieversorgern – im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und wir mussten den Arbeitspreis für Bürgerstrom 2023 im Vergleich zu 2022 erhöhen. Wichtig: Aufgrund der Strompreisbremse werden unsere Kund:innen den neuen Arbeitspreis nicht in voller Höhe zahlen.

Folgende Gründe sind für die gestiegenen Beschaffungskosten verantwortlich: Bis Sommer 2021 lagen die Beschaffungspreise für Strom über Jahre hinweg zwischen 5 und 6 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Ab Herbst 2021 gab es einen starken Anstieg der Börsenpreise für Energie, unter anderem aufgrund von Lieferengpässen für fossilen Brennstoffe; einer höheren Nachfrage und verringerter Stromproduktion in französischen Atomkraftwerken. Diese Entwicklung wurde durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt, sodass der Börsenpreis für Strom im August 2022 auf bis zu 99 Ct/kWh stieg (siehe Grafik). Seitdem sind die Preise zwar wieder gesunken, doch das Energiepreisniveau lag im Herbst 2022 weiterhin deutlich höher als im Vorjahr – und zu diesem Zeitpunkt haben wir die Energiemengen zur Belieferung unserer Stromkund:innen gesichert. Als Energieversorger, der sich in der Rolle eines Energiehändlers befindet, haben wir keinen Einfluss auf die Börsenpreise.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, weshalb die von fossilen Brennstoffen getriebenen Preissteigerungen an der Strombörse überhaupt Einfluss auf die Bürgerwerke haben, die ausschließlich Ökostrom liefern. Schließlich kaufen wir Bürgerstrom nicht an der Strombörse ein, sondern haben direkte Abnahmeverträge mit unseren Ökostrom-Erzeuger:innen. Allerdings orientiert sich ein Teil dieser Verträge an den Börsenpreisen, sodass die Bürgerwerke nicht vollständig unabhängig vom allgemeinen Marktgeschehen sind. So sind insbesondere die Beschaffungskosten für Energiemengen aus Wasserkraft, die wir zur Versorgung unserer Kund:innen benötigen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, an den Börsenpreis gekoppelt.

Beim Bürgerstrom-Preis 2023 wirken die Strommengen aus den Solar- und Windenergieanlagen unserer Mitgliedsgenossenschaften bereits preisdämpfend. Damit verringern wir schon heute unsere Abhängigkeit von Marktpreisen und stellen langfristig faire sowie verlässliche Preise für Erzeuger:innen und Bürgerstrom-Kund:innen sicher. Bei der insgesamt starken Preissteigerung aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten ist dieser preisdämpfende Effekt in 2023 allerdings nur wenig spürbar.

In Zeiten hoher Marktpreisschwankung schaffen viele Versorger Preisgarantien ab. Aufgrund unserer vorausschauenden Beschaffungsstrategie können wir Ihnen trotzdem eine Preisgarantie bis zum 30.06.2023 zusichern. Wir arbeiten außerdem stets daran, im Rahmen der jeweils aktuellen Marktbedingungen beste Preise für unsere Kund:innen zu gestalten. Bei der nächsten Tarifkalkulation werden wir versuchen, die Preise wieder senken zu können – so wie wir es beispielsweise 2021 getan haben.

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Wieso bieten andere Versorger günstiger oder teurer als die Bürgerwerke an?

Während in den letzten Jahren die Preisunterschiede zwischen Energieversorgern oft nur bei wenigen Euro pro Monat lagen, blicken wir aktuell auf eine Zeit, in der es große Unterschiede bei den angebotenen Preisen gibt. Die naheliegende Frage: Woran liegt das?

Die kurze Antwort: Je nachdem, wann Versorger Energiemengen für ihre Kund:innen gesichert haben, ergeben sich verschiedene Preise, die Versorger in 2023 anbieten können.  

Die Preise, die die Bürgerwerke und andere Energieversorger anbieten können, hängen insbesondere mit den Energiepreisen zum Zeitpunkt der Beschaffung zusammen, die zum Teil viele Monate bis Jahre im Voraus erfolgt. Auch die Bürgerwerke sichern üblicherweise den Großteil der benötigten Energiemengen im Jahr vor der Belieferung.

Dementsprechend spiegelt sich das aktuelle Preisniveau an den Energiebörsen in unseren Preisen für Endkund:innen erst zeitversetzt wider. Das hat z.B. dazu geführt, dass wir im Jahr 2022 – auch bei sehr stark steigenden Börsenpreisen – alle Bestandkund:innen zu den versprochenen Konditionen beliefern konnten. Umgekehrt führt dies dazu, dass auch fallende Preise zeitversetzt weitergegeben werden. Die Bürgerwerke halten sich dabei seit ihrer Gründung an den folgenden Grundsatz: “Wir berechnen unsere Preise auf Basis der realen Kosten und geben Kostenreduktionen an Energiekund:innen weiter.” Sie können sich daher sicher sein: Sinkende Beschaffungskosten werden wir entsprechend ebenso an Sie weitergeben und bei der nächsten Preisanpassung zu Ihren Gunsten berücksichtigen. 

Die gute Nachricht: Bei Bürgerstrom wirken die Strommengen aus den Solar- und Windenergieanlagen unserer Mitgliedsgenossenschaften preisdämpfend. Mehr dazu im vorigen Abschnitt zum Bürgerstrom-Preis 2023.

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Muss ich etwas unternehmen, um mir möglichst günstige Preise zu sichern (z.B. Widerspruch einlegen)?

In aller Kürze: Nein, Sie müssen nichts unternehmen. Wir werden uns für Sie darum kümmern, dass so bald wie möglich alle Entlastungen bei Ihnen ankommen.

Die – vorbehaltlich des parlamentarischen Beschlusses – geltenden Preisbremsen in 2023 werden wir selbstverständlich entsprechend berücksichtigen und Ihren Abschlag reduzieren. Basierend auf den aktuellen Gesetzesentwürfen gehen wir davon aus, dass alle Versorger die Abschläge ab März reduzieren und die Entlastungen für Januar und Februar 2023 im März rückwirkend berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung hat Anfang Dezember 2022 angekündigt, dass sie ungerechtfertigte Preiserhöhungen durch Energieversorger nicht tolerieren wird. Dazu plant die Regierung eine Überprüfung durch staatliche Stellen. Wir begrüßen diese Kontrolle, da so extern geprüft wird, ob einzelne Versorger ihre Preise mehr als notwendig erhöht haben. Bei den Bürgerwerken erwarten wir, dass wir in einer solchen Prüfung einwandfrei belegen können, dass unsere Preiserhöhungen gerechtfertigt sind.

Aktuell gibt es Aufrufe, dass Energiekund:innen vorsorglich Widerspruch gegen ihre Preiserhöhung einlegen sollten. Davon möchten wir Ihnen dringend abraten. Wenn wir nicht den vollen Abschlag erhalten, beginnt automatisch ein Mahnverfahren und Kund:innen riskieren im schlimmsten Fall, dass wir ihre Belieferung einstellen müssen.

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Was tun die Bürgerwerke, damit wir alle unabhängiger von Preiserhöhungen der fossilen Energien werden?

In diesen Zeiten wird deutlicher denn je, wie wichtig die Energiewende ist und wie dringend die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden müssen, um unabhängiger von den Preisschwankungen fossiler Energieträger zu werden. Denn es gefällt uns bei den Bürgerwerken überhaupt nicht, dass das fossile Marktgeschehen Einfluss auf unsere Preisgestaltung hat. Wir sorgen deshalb dafür, dass die Wertschöpfung bei unseren regionalen Bürger-Energiegenossenschaften ankommt, die damit Energiewende-Projekte umsetzen und den Menschen vor Ort Mitsprache und Beteiligung ermöglichen. 

Wir gehen außerdem neue Möglichkeiten der Direktlieferung an. Nach 20 Jahren Einspeisevergütung fallen Erneuerbare-Energien-Anlagen aus der EEG-Förderung. Betreiber:innen erhalten für den erzeugten Strom dann keine Vergütung mehr vom Staat, sondern müssen sich eine andere Möglichkeit zur Vermarktung ihres Stroms suchen. Stromabnahmeverträge (engl. Power Purchase Agreements, kurz: PPAs) zwischen dem Erzeuger und einem Stromversorger ermöglichen genau das. Der Erzeuger erhält über eine feste Laufzeit einen vereinbarten Preis und der Stromversorger erhält echten grünen Strom, den er wiederum an seine Kund:innen liefern kann.

Aufgrund der aktuell im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höheren Börsenstrom-Preise sind PPAs auch für Erneuerbare-Energien-Anlagen, die noch EEG-Vergütung erhalten, eine Alternative. Mit PPAs können wir in der Bürgerwerke-Gemeinschaft Chancen nutzen, indem wir Erzeugung und Lieferung von Bürgerstrom verbinden. So können wir unsere Bürgerstrom-Preise langfristig gegen Marktpreisschwankungen absichern und unabhängiger von den Auswirkungen fossiler Brennstoff-Preise werden.

Unsere Bürgerwerke-Genossenschaften entwickeln zudem verschiedene Eigenverbrauchslösungen, bei denen möglichst wenig Strom aus dem öffentlichen Netz gekauft werden muss und so ein großes Maß an Unabhängigkeit erreicht wird. Dazu gehören Mieterstrom-Projekte, bei denen die Mieter:innen Solarstrom aus Bürgerhand direkt vom eigenen Dach beziehen. Beispiele sind das Mieterstrom-Projekt der Ilmtal eG in Weimar (etwas nach unten scrollen) oder die Quartiersversorgung der Heidelberger Energiegenossenschaft. 

Genau dieses Engagement unterstützen alle Bürgerwerke-Kund:innen. Mehr dazu in unseren Wirkungsberichten:

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Fragen und Antworten zu BürgerÖkogas

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Informationen zur Gaspreisbremse

Der Staat subventioniert den Gaspreis 2023 so, dass Kund:innen für 80 % ihres Verbrauchs nur brutto 12 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Für darüber liegende Verbräuche gilt der normale Tarifpreis.

Die Gaspreisbremse reduziert die monatlichen Abschläge um einen festen Entlastungsbetrag. Alle Verbraucher:innen werden ab 01.01.2023 entlastet– die Entlastung für Januar und Februar wird aber erst im März-Abschlag rückwirkend berücksichtigt. Die konkreten Entlastungen sehen folgendermaßen aus:

  • Januar 2023: Der volle Abschlag wird abgebucht. (Der ab 01.01.2023 gültige Abschlag wurde Bestandskund:innen im November 2022 mitgeteilt. Neukund:innen können diesen in unserem Tarifrechner sehen.)
  • Februar 2023: Der volle Abschlag wird abgebucht. (Der ab 01.01.2023 gültige Abschlag wurde Bestandskund:innen im November 2022 mitgeteilt. Neukund:innen können diesen in unserem Tarifrechner sehen.)
  • März 2023: Der Abschlag wird so angepasst, dass Sie für 80 % Ihres Verbrauchs lediglich 40 Cent/kWh zahlen. Zusätzlich überweisen wir Ihnen Ihre Entlastungen für Januar und Februar, sodass Sie rückwirkend auch für diese Monate entlastet werden.
  • Ab April 2023: Sie zahlen einen reduzierten Abschlag, da Ihnen für 80 % Ihres Verbrauchs nur 12 Cent/kWh berechnet werden. Sie erhalten also eine monatliche Entlastung.

Die konkrete Energiemenge, die staatlich subventioniert wird, ergibt sich aus dem Jahresverbrauch, der für Ihren Zähler im Monat September 2022 prognostiziert wurde. Wir informieren alle BürgerÖkogas-Kund:innen bis 1. März schriftlich darüber, welche Energiemenge subventioniert wird und welche Ersparnis sich daraus ergibt.

Sie können sich sicher sein, dass wir alle daraus entstehenden Kostensenkungen in voller Höhe an unsere Kund:innen weitergeben – so wie wir es beispielsweise bei der im Oktober 2022 gesunkenen Mehrwertsteuer auf Gas getan haben. Bei der nächsten turnusgemäßen Abrechnung wird zudem wie immer Ihr genauer Verbrauch ermittelt – haben Sie Energie gespart, erhalten Sie Geld zurück!

Die Preisbremse gilt bis zum 31.12.2023, eine Verlängerung bis 30.04.2024 ist möglich. Weitere Informationen zu Gaspreisbremse und Entlastungsmaßnahmen finden Sie hier auf der Seite der Bundesregierung.

Wenn Sie sich mit Möglichkeiten zum Energiesparen beschäftigen möchten, finden Sie hier Verweise zu Organisationen, die im Bereich Energieeinsparung Expertise haben. Denn die nachhaltigste und günstigste Kilowattstunde ist natürlich die, die nicht verbraucht wird. 

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Wie berechnet sich mein prognostizierter Jahresverbrauch für BürgerÖkogas?

Im Rahmen der Gaspreisbremse werden 80 % Ihres Jahresverbrauchs staatlich subventioniert: Für diese Energiemenge zahlen Sie nur 12 Cent brutto. Für Sie ist selbstverständlich wichtig, welchen Jahresverbrauch Ihres Zählers Ihr Gasanbieter zur Berechnung nutzt, damit die richtige Energiemenge entlastet wird.

Das Gaspreisbremse-Gesetz legt fest, dass 80 % des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs entlastet wird. Sollte uns als Gasversorger der für Ihren Zähler im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch nicht vorliegen – z.B. im Falle eines danach stattgefundenen Wechsels zu uns –, sind wir verpflichtet, die von Ihrem örtlichen Netzbetreiber ermittelte und uns mitgeteilte Jahresverbrauchsprognose als Grundlage für Ihre Entlastung zu nutzen. Als Grundlage zur Berechnung dieser Verbrauchsprognose nimmt der Netzbetreiber bisher vorhandene Zählerdaten. Dabei werden sowohl die durch Zählerstände bekannten historischen Verbräuche, als auch weitere Faktoren wie der Zählerstandort berücksichtigt.

Bei Rückfragen zu Ihrem prognostizierten Jahresverbrauch wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Netzbetreiber vor Ort. Den Bürgerwerken liegen diese Daten aktuell nicht in aufbereiteter Form vor. Als Bürgerwerke-Kund:in erhalten Sie bis zum 01. März schriftliche Informationen zu Ihrer Gaspreisbremse. In diesem Schreiben teilen wir Ihnen auch den beim Netzbetreiber für Ihren Zähler hinterlegten Jahresverbrauch mit, der zur Berechnung Ihrer subventionierten Energiemenge genutzt wird.

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Wie kommt der BürgerÖkogas-Preis 2023 zustande?

Grundsatz unserer Tarifberechnung ist, dass wir Bürgerwerke-Kund:innen nur den Preis pro Kilowattstunde in Rechnung stellen, der auf Basis der real anfallenden Kosten erforderlich ist. Deshalb gilt auch unser Versprechen: Wenn unsere Beschaffungskosten (oder andere Kostenbestandteile) sinken, werden wir diese zeitnah an Sie und alle anderen Bürgerwerke-Kund:innen weitergeben.

Aufgrund der allgemeinen Marktsituation sind die Beschaffungskosten bei den Bürgerwerken – ebenso wie bei allen anderen Energieversorgern – im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und wir mussten den Arbeitspreis für BürgerÖkogas 2023 im Vergleich zu 2022 erhöhen. Wichtig: Aufgrund der Gaspreisbremse werden unsere Kund:innen den neuen Arbeitspreis nicht in voller Höhe zahlen.

Ab Herbst 2021 gab es einen starken Anstieg der Börsenpreise für Energie. Dafür gab es verschiedene Gründe, die sich gegenseitig verstärkt haben: Lieferengpässe für die fossilen Brennstoffe Kohle und Gas; eine höhere Nachfrage wegen der Konjunkturerholung durch das Ende vieler Pandemie-Maßnahmen; ein steigender CO2-Preis durch den erhöhten Einsatz fossiler Brennstoffe; aufgrund von Dürre, Störfällen und Wartungsarbeiten verringerte Stromproduktion in französischen Atomkraftwerken. Dies führte bereits für das Jahr 2022 zu Preissteigerungen. Diese Entwicklung wurde durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt, sodass der Börsenpreis für Gas im August 2022 auf über 30 Ct/kWh stieg (siehe Grafik). Seitdem sind die Preise zwar wieder gesunken, doch das Energiepreisniveau lag im Herbst 2022 weiterhin deutlich höher als im Vorjahr – und zu diesem Zeitpunkt haben wir die Energiemengen zur Belieferung unserer Gaskund:innen im Jahr 2023 gesichert. Als Energieversorger, der sich in der Rolle eines Energiehändlers befindet, haben wir keinen Einfluss auf die Börsenpreise.

Wir arbeiten aber stets daran, im Rahmen der jeweils aktuellen Marktbedingungen beste Preise für unsere Kund:innen zu gestalten. Bei der nächsten Tarifkalkulation werden wir versuchen, die Preise wieder zu senken. In Zeiten hoher Marktpreisschwankung schaffen viele Versorger außerdem Preisgarantien ab. Aufgrund unserer vorausschauenden Beschaffungsstrategie können wir Ihnen trotzdem eine Preisgarantie bis zum 30.06.2023 zusichern.

Energiespar-Tipps

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So können Sie Ihren Energieverbrauch reduzieren und Energiekosten sparen

Es sind herausfordernde Zeiten, in denen man seinen Energieverbrauch besonders auf den Prüfstand stellt. Gerne verweisen wir Sie an Organisationen, deren Expertise auf Energieeinsparungen liegt und die ihre Gedanken und guten Ideen gesammelt haben.

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Verbraucherzentrale

Grüner Strom Label – Stromspartipps 

Grüner Strom Label – Gasspartipps

eine hübsche Aufbereitung von Energiespar-Tipps gibt es auch auf dem Instagram-Account des GSL

Falls Sie eine Energieberatung wünschen, schauen Sie einmal hier bei der Verbraucherzentrale vorbei.

Stand: 25. Januar 2023

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